Ratgeber

Was ist eine Darksite?

Eine Darksite (auch „Dark Site“ oder Krisen-Website) ist eine vorab vorbereitete Website, die im Normalbetrieb verborgen bleibt und im Krisenfall innerhalb von Minuten aktiviert wird. Sie bündelt verlässliche Informationen für die Bevölkerung – etwa bei Stromausfall, Hochwasser oder einer Evakuierung – an einer zentralen, ausfallsicheren Adresse, unabhängig von der überlasteten oder ausgefallenen Hauptwebsite.

Herausgeber: Darksite Manager · Zuletzt aktualisiert: 4. Juni 2026

musterstadt.darksite-manager.de
Stadt Musterstadt
Aktuelle Kriseninformation
Live
Hochwasserwarnung · Stufe 3Altstadt und Uferstraße betroffen – meiden Sie tiefliegende Bereiche.
14:20
Sandsäcke an der Uferstraße
Ausgabestelle am Bauhof geöffnet, Zufahrt über die Nordstraße.
13:05
Notunterkunft eingerichtet
Turnhalle Schulzentrum nimmt Betroffene auf.
Beispielhafte öffentliche Krisenseite: Warnhinweis mit Schweregrad und Liveticker für die Bevölkerung (Musterdaten).

Wofür wird eine Darksite eingesetzt?

Eine Darksite wird genutzt, wenn die reguläre Kommunikation an ihre Grenzen stößt: Die Hauptwebsite ist durch Zugriffsspitzen überlastet, die Verwaltungs-IT ist gestört, oder es fehlt schlicht ein zentraler Ort für geprüfte Informationen.

Typische Einsatzfälle sind Naturkatastrophen, Versorgungsausfälle, Großschadenslagen und Evakuierungen – also Situationen, in denen viele Menschen gleichzeitig nach offiziellen Informationen suchen.

Wie funktioniert eine Darksite?

Die Seite wird im Vorfeld erstellt und liegt einsatzbereit, aber unsichtbar bereit. Im Ernstfall aktiviert der Krisenstab sie per Knopfdruck. Ab diesem Moment sehen Bürgerinnen und Bürger Liveticker, Warnungen, eine Lagekarte und Verhaltenshinweise.

Weil sie technisch von der Hauptinfrastruktur getrennt und auf hohe Last ausgelegt ist, bleibt sie auch bei großem Andrang erreichbar.

Warum reicht die normale Website oder Social Media nicht?

Reguläre Websites sind nicht für plötzliche Lastspitzen ausgelegt und fallen im Ernstfall häufig aus. Soziale Netzwerke erreichen nur einen Teil der Bevölkerung, vermischen amtliche mit unbestätigten Informationen und sind nicht unter behördlicher Kontrolle.

Eine Darksite liefert dagegen eine offizielle, vollständig kontrollierte und barrierearme Informationsquelle.

Darksite vs. Krisen-PR-Website – gibt es einen Unterschied?

Der Begriff stammt ursprünglich aus der Unternehmens-PR, wo „Dark Sites“ für Produktrückrufe oder Unfälle vorbereitet werden.

Im kommunalen Kontext steht die Darksite für die Bürgerinformation im Bevölkerungsschutz: weniger Reputationsmanagement, mehr verlässliche Lageinformation und Handlungsanweisungen.

Wie aktiviert eine Kommune kurzfristig eine Darksite?

Mit einer vorbereiteten Lösung wie dem Darksite Manager lässt sich die Krisenseite in unter zwei Minuten aktivieren. Inhalte, Kanäle und Warnschnittstellen sind vorkonfiguriert; im Ernstfall genügt das Freischalten und das Einstellen aktueller Meldungen.

Häufige Fragen

Ist eine Darksite dasselbe wie eine Statusseite?
Nein. Eine Statusseite zeigt meist den technischen Betriebszustand von Systemen. Eine Darksite ist eine vollständige Krisen-Informationsseite mit Liveticker, Karte, Warnungen und Handlungshinweisen für die Bevölkerung.
Muss eine Darksite ständig online sein?
Sie ist jederzeit bereit, aber im Normalbetrieb nicht öffentlich sichtbar. Aktiviert wird sie nur im Ernstfall.
Welche Inhalte gehören auf eine Darksite?
Aktuelle Lage, Verhaltenshinweise, betroffene Gebiete, Notfallkontakte, Sammelstellen sowie amtliche Warnungen.
Ist eine Darksite DSGVO-konform möglich?
Ja. Der Darksite Manager wird in Deutschland gehostet und ist auf datensparsame, DSGVO-konforme Bürgerinformation ausgelegt.

Darksite Manager kennenlernen

Erfahren Sie auf der Startseite, wie die vorbereitete Krisenseite im Ernstfall in unter zwei Minuten aktiviert wird.

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